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Filmvorführung „Das Stahltier“ (1934)

Juni 17 @ 20:00 22:00

ist ein Industriefilm von Willy Zielke aus dem Jahr 1934. Er wurde im Auftrag der Reichsbahn zum 100. Jahrestag (1935) der ersten deutschen Eisenbahn gedreht.
Der Film wurde allerdings nach seiner Fertigstellung sogleich verboten, man hatte nicht die Erwartungen der Reichsbahn-Führung um den Generaldirektor Julius Dorpmüller erfüllt, die sich eher einen herkömmlichen Werbefilm gewünscht hatte und keinen künstlerischen, experimentellen Film. Die deutsche Kameramannlegende Hans Ertl, der den Film selbst als „Filmkunst in höchster Vollendung“ lobte, beschrieb, wie Dorpmüller bei der ersten nichtöffentlichen Vorführung „sich stumm erhob … und – zusammen mit diversen Reichsbahnräten – kopfschüttelnd den Raum verließ.“
Die Reichsbahn stufte ihn als nicht zur Aufführung geeignet ein.
Der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels sah sich den Film auf Bitte von Leni Riefenstahl an. Es änderte aber nichts am Verbot, da Goebbels der Film nicht gefiel.
Nach dem Krieg war er zunächst verschollen, aber eine Kopie hatte im Besitz von Leni Riefenstahl den Krieg überstanden. Im Auftrag der Deutschen Bundesbahn erstellte Zielke 1954 eine verkürzte Fassung, mit der der Film erstmals öffentlich uraufgeführt wurde. Seither steht er in einer auf 45-minütigen gekürzten Verleihfassung im 16-mm-Format zur Verfügung.
Die Urfassung wurde ebenfalls in das Filmarchiv der Bundesbahn aufgenommen. Erst 1985, im Rahmen der 150-Jahr-Feier der deutschen Eisenbahnen, wurde die Urfassung in den Dritten Programmen des Fernsehens einem größeren Publikum gezeigt.
(Wikipedia)

„Der seinerzeit renommierte Kameramann und Regisseur W. Zielke konzentriert sich auf die Frühzeit der Dampfmaschinentechnik bis zu Stephensons ‚Rocket‘ und ‚Adler‘; das 20. Jahrhundert bleibt weitgehend ausgeklammert. Neben den historischen Teilen interessieren vor allem die experimentellen Kamera- und Montageideen, die über die übliche Kulturfilmästhetik weit hinausgehen. Vom Propagandaministerium nicht zur Vorführung zugelassen, erlebte der Film seine Premiere erst nach dem Krieg.“
Lexikon des Internationalen Films

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über Spenden.

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